Pfarre St. Martinus

Frühling

Schneeglöchen

Der Frühling beginnt. Nach einer Zeit der Ruhe und Besinnung bricht die winterlich, starre Natur auf und bringt neues Leben hervor. Das ist schön zu sehen und macht Mut. Wir können an der aufbrechenden Natur ablesen:

Das Leben siegt!

Jeder kennt Frühlingslieder wie „Im Märzen der Bauer...“. G. F. Händel hat ein wunderbares Frühlingsgedicht von B. H. Brockes vertont:

Meine Seele hört im Sehen, wie, den Schöpfer zu erhöhen, alles jauchzet, alles lacht. Höret nur, des erblühnden Frühlings Pracht ist die Sprache der Natur, die uns deutlich durchs Gesicht, allenthalben mit uns spricht.

Manchmal kann die Musik uns beflügeln, Texte zu verinnerlichen und besser zu verstehen, und zwar mit Herz und Verstand.

Erfreuen wir uns an der aufbrechenden Schöpfung und erkennen, dass das Gute siegt, das der Schöpfer für uns bereithält.

In der Fastenzeit, die auch eine Zeit der Ruhe und der Besinnung ist, mag man Parallelen entdecken. Sie hält uns bei aller Dürre gleichzeitig zielgerichtet die Freude des frohen jubelnden Osterfestes vor Augen. Da ist zum Beispiel der 4. Fastensonntag, der schon von alters her den Namen „Laetare“ („Freuet euch“) trägt. Auch hier ist deutlich die Wende zum Positiven hin zu spüren:

Das Leben wird siegen! Darüber können wir uns schon jetzt freuen!

Gregor Jeub